Warenversicherung

cargo insurance (engl.) Versicherung von Gütern während des Transports und der transportbedingten Lagerung sowie weiterer, mit den Gütern verbundener Interessen, wie Transportkosten, imaginärer Gewinn sowie Beiträge zur Havarie Grosse. Sie kann als Einzelversicherung oder als laufende Versicherung für eine Vielzahl

Verschollenheit

disappearance (engl.) Liegt vor, wenn ein Schiff oder Güter ihren nächsten Bestimmungshafen nicht innerhalb der Verschollenheitsfrist erreichen. Die Verschollenheitsfrist beträgt bei Motorschiffen zwei Monate (im Kriegsfall sechs) und bei Gütern 30 (europäische Binnenreisen) bzw. 60 Tage (alle anderen Reisen). Die

Vermögensschäden

financial loss, pecuniary loss (engl.) Vermögensnachteile, die nicht unmittelbar auf einen Personen- oder Sachschaden zurückzuführen sind. Zu unterscheiden sind echte und unechte Vermögensschäden. Unechte Vermögensschäden werden auch als Vermögensfolgeschäden bezeichnet, da sie Folge eines Personen- oder Sachschadens sind. Im Rahmen

Verkehrshaftungsversicherung

carrier’s liability insurance (engl.) Sammelbezeichnung für alle Haftpflichtversicherungen, die einen Verkehrsträger gegen Ansprüche aus Verkehrsverträgen versichern. Haftungen aus Transporten unterliegen als Großrisiken (§ 210 VVG) nicht den Einschränkungen des VVG, wohl aber die Haftungen aus Lagerhaltung und Speditionstätigkeit, sofern die

Verfrachter

carrier (engl.) Wer gewerblich gegen Entgelt Frachtgut auf dem Seeweg befördert. Er ist meist Reeder oder Spediteur. Die Haftung beruht auf internationalen Abkommen (Haager Regeln von 1924 und Visby-Regeln von 1968), die auch ins HGB eingeflossen sind. << Zurück zur

Veranstaltungsausfallversich.

cancellation-of-events insurance (engl.) Versicherung zur Deckung der vergeblich entstandenen oder zusätzlich angefallenen Kosten aufgrund des Ausfalls, Abbruchs oder der Veränderung einer angesetzten Veranstaltung. „Form B“ versichert den Nichtauftritt namentlich benannter Mitwirkender und „Form A“ alle übrigen Ursachen außerhalb des Einflussbereichs

Valorenversicherung

transport insurance of valuables (engl.) Versicherung von wertvollen Gegenständen, wie Schmuck, Bargeld und Wertpapieren, während des Transports und der transportbedingten Lagerung. Bei von Transportunternehmen durchgeführten Transporten und im Gewahrsam amtlicher Stellen (z.B. Zoll) gilt die Allgefahrenversicherung. Bei vom Versicherungsnehmer oder

Transportversicherung

marine/transport insurance (engl.) Versicherung der auf den Transport und die Lagerung von Gütern und auf die Transportmittel selbst gerichteten Interessen. Hierunter sind verschiedene Versicherungsarten (z.B. Warenversicherung oder Seekaskoversicherung) und Sonderzweige (z.B. Ausstellungsversicherung) zusammengefasst. Während die Seeversicherung nach § 209 VVG

Totalverlust

total lost (engl.) Liegt vor, wenn die versicherte Sache untergegangen, vernichtet, verschollen oder ohne Aussicht auf Wiedererlangung verloren gegangen ist. Es gibt Versicherungsbedingungen, nach denen nur der Totalverlust versichert ist. << Zurück zur Startseite

Taxe

agreed value (engl.) Versicherungswert, der zwischen Versicherungsnehmer und Versicherer vereinbart wird. Auch im Versicherungsfall wird die Taxe als Versicherungswert angenommen, es sei denn, sie übersteigt den Wert der versicherten Sache erheblich. Übersteigt die Taxe die Versicherungssumme, wird im Schadenfall eine

Straßburger Übereinkommen

Strasbourg Convention (engl.) Übereinkommen zur Vereinheitlichung des Rechts der Haftungsbeschränkung in der Binnenschifffahrt. Es wurde 1988 von Belgien, Deutschland, Luxemburg, Niederlande und der Schweiz unterschrieben. In Kraft getreten ist es bisher erst in Deutschland (1999), Luxemburg, Niederlande und der Schweiz

Speditionsversicherung

forwarders liability insurance (engl.) Sonderform der Transportversicherung, die zwei Komponenten beinhaltet. 1. Haftpflichtversicherung für den Spediteur, um sowohl die gesetzliche Haftung als auch die Haftung nach den ADSp abzusichern. 2. Warenversicherung für den Wareninteressenten in Höhe der Mindeststandards nach den

Spediteur

carrier, freight forwarder (engl.) Wer sich vertraglich verpflichtet, die Versendung eines Guts zu besorgen. Führt er die Beförderung ganz oder teilweise selbst durch, ist er insoweit Frachtführer, Lagerhalter oder Verfrachter. Er haftet für Schäden an Gütern, die sich in seiner

Seewurf

jettison (engl.) Überbordwerfen beförderter Güter und Ausrüstungsgegenstände zur Rettung des Schiffes und der Ladung aus einer gemeinsamen Gefahr. Diese Aufopferungen werden im Fall einer Havarie Grosse in der Dispache berücksichtigt und von den Beteiligten anteilig getragen. << Zurück zur Startseite

Seetüchtigkeit

seaworthiness (engl.) Zustand eines Seeschiffes, in dem es die gewöhnlichen Gefahren einer Seereise bestehen kann (bei Binnenschiffen: Fahrtüchtigkeit). Hierzu gehören neben dem Zustand des Schiffskörpers und der Funktionsfähigkeit der maschinellen Einrichtungen auch die richtige Besatzung, Ausrüstung und Beladung des Schiffs.

Seekaskoversicherung

maritime hull insurance (engl.) Versicherung des Seeschiffes, seines Zubehörs und der Ausrüstung gegen Gefahren der See. Sie ist i.d.R. eine Allgefahrenversicherung mit dem Ausschluss von Schäden durch z.B Krieg, Beschlagnahme und Kernenergie. Mitversichert sind Forderungen aus Havarie Grosse sowie bestimmte

Seekargoversicherung

maritime cargo insurance (engl.) Versicherung von Gütern während des Transports auf See einschließlich der Versicherung der transportbedingten Lagerung sowie weiterer, mit den Gütern verbundener Interessen, wie Transportkosten, imaginärer Gewinn sowie Beiträge zur Havarie Grosse. Näheres unter Warenversicherung. << Zurück zur

Reiserücktrittskostenvers.

travel cancellation expenses ins. (engl.) Versicherung der mit Nichtantritt oder Verzögerung einer gebuchten Reise verbundenen Kosten. Diese sind z.B. Stornokosten bzw. der vollständige Reise-/ Mietpreises bei kurzfristigem Nichtantritt. Versichert sind nur wichtige Gründe wie z.B. Reiseunfähigkeit des Versicherten/ eines Mitreisenden

Reisegepäckversicherung

luggage/baggage insurance (engl.) Versicherung des Reisegepäcks des Versicherungsnehmers und der mitreisenden Familienangehörigen. Fahrten, Gänge und Aufenthalte am Wohnort gelten nicht als Reise, können aber eingeschlossen werden (Domizilschutz). Im Gewahrsam von Beförderungs- und Beherbergungsunternehmen, Gepäckträgern und -aufbewahrungen besteht eine Allgefahrendeckung; sonst

Reiseabbruchversicherung

travel interruption insurance (engl.) Versicherung zusätzlicher Kosten, wenn die angetretene Reise vorzeitig abgebrochen oder die Rückkehr verzögert wird. Versichert sind nur wichtige Gründe, wie z.B. Tod, Unfall, schwere Erkrankung des Versicherten oder eines engen Familienangehörigen, Feuer oder Straftaten, bei denen

Reederei

shipping company (engl.) Laut § 489 HGB ein Zusammenschluss mehrerer Reeder, die gemeinsam Eigentümer eines Schiffes sind, welches zum Erwerb durch die Seefahrt für gemeinsame Rechnung verwendet wird. Umgangssprachlich: ein Unternehmen, das Schiffe ausrüstet, bemannt, unterhält und einsetzt. << Zurück

Protection & Indemnity (P&I)

protection & indemnity (engl.) Versicherung von in der Seekaskoversicherung nicht oder nicht in ausreichender Höhe abgedeckten Haftungs- und Rechtsschutzrisiken. Versichert sind Protection (außervertragliche Haftungsrisiken), Indemnity (vertragliche Haftungsrisiken, insbesondere aus Frachtverträgen) und Defence (Rechtsschutzdeckung). Verschmutzungsschäden. << Zurück zur Startseite

Nebeninteressenvesicherung

insurance of disbursements (engl.) Versicherung von in der Hauptversicherung nicht oder nicht ausreichend gedeckten Interessen, z.B. Ertragsausfall, Kundenverlust und sonstige Mehrkosten. Sie tritt u.a. ein bei Totalverlust oder gleichzusetzenden Fällen sowie Havarie Grosse und bestimmten Drittschäden. << Zurück zur Startseite

Montrealer Übereinkommen

Montreal Convention (engl.) Internationales Abkommen aus dem Jahr 1999 zur Regelung der Haftung des Luftfrachtführers bei Personen-, Gepäck- und Güterschäden bei internationalen Flügen. Findet Anwendung bei Flügen zwischen zwei Vertragsstaaten, außer bei Staatsflügen und dem Postverkehr. Für Luftfrachtführer besteht die

Luftkaskoversicherung

aviation hull insurance (engl.) Erscheinungsform der Luftfahrtversicherung. Versicherung des Luftfahrzeugs gegen Verlust und Beschädigung, meist als Allgefahrenversicherung, in der Luft, am Boden und während des Transports. Krieg und Terrorismus sind meist ausgeschlossen, können aber separat versichert werden. Es ist möglich,

Luftfrachtführer

carrier (engl.) Wer sich durch Vertrag im eigenen Namen verpflichtet, Personen, Gepäck oder Güter auf dem Luftweg zu befördern. Auf eine gewerbsmäßige Ausführung kommt es dabei nicht an. Seine Haftung richtet sich bei innerdeutschen Flügen bei Personen- und Reisegepäckschäden nach

Luftfahrzeughalter

aircraft operator (engl.) Wer ein Luftfahrzeug für eigene Rechnung in Gebrauch hat und die Verfügungsgewalt über seinen Einsatz besitzt (z.B. auch ein Charterer). Für aufgrund eines Beförderungsvertrags transportierte Personen und Güter gelten die Haftungsregeln für Luftfrachtführer. Für Schäden, die Dritten

Luftfahrtversicherung

aviation insurance (engl.) Versicherung der mit dem Betrieb von Luftfahrzeugen verbundenen Interessen. Sie findet Anwendung bei Fluggesellschaften, im sonstigen geschäftlichen oder privaten Luftverkehr und im Sportverkehr. Militärische Luftfahrt ist meist unversichert. Bestandteile sind z.B.: Luftkasko-, Betriebsunterbrechungs- und Haftpflichtversicherung des Luftfahrzeughalters,

Lösegeldversicherung

kidnap and ransom insurance (engl.) Versicherung, die für den Fall einer Geiselnahme oder Entführung für das geforderte Lösegeld aufkommt. Darüber hinaus sind i.d.R. bestimmte Serviceleistungen, wie z.B. die Verhandlungsführung mit den Entführern durch erfahrene Personen, mitversichert. << Zurück zur Startseite

Konditionsdifferenzenvers.

difference in conditions ins. (engl.) Versicherung, die Deckungslücken (ausgeschlossene Gefahren oder zu geringe Deckungssummen) einer im Ausland versicherten Grunddeckung schließen soll. Multinationale Unternehmen ergänzen damit ihre lokal abgeschlossenen Deckungen, um einen weltweit einheitlichen Standard zu erreichen. Bei Importgeschäften können sie

Kollisionshaftpflichtvers.

collission liability insurance (engl.) Bestandteil der See- oder Flusskaskoversicherung, der die Haftung des Schiffseigners für durch ihn oder seine Besatzung verschuldete Schäden aus der Teilnahme am Schiffsverkehr versichert. Die Haftungshöhe richtet sich nach dem Londoner Übereinkommen (Seeschifffahrt) bzw. dem Binnenschifffahrtsgesetz

Institute Clauses

Institute Clauses (engl.) Von der International Underwriting Association herausgegebene Versicherungsbedingungen, die aufgrund der Bedeutung des Londoner Marktes gerade in der Transportversicherung den Standard darstellen und deshalb auch von deutschen Versicherern angewendet werden. Hierunter fallen u.a. die Institute Cargo Clauses für

Incoterms

Incoterms (engl.) Lieferbedingungen, die von der International Chamber of Commerce herausgegeben werden und insbesondere bei internationalen Handelsgeschäften Art und Ort der Lieferung, Dokumentation, Kosten- und Gefahrtragung und Eindeckung einer Versicherung regeln. << Zurück zur Startseite

Havarie Grosse

general average (engl.) Regelung der Aufteilung außergewöhnlicher Aufwendungen und Aufopferungen (z.B. Seewurf), die der Kapitän eines Schiffs zur Rettung aus unmittelbarer, gemeinsamer Gefahr für Schiff und Güter veranlasst. Die Aufteilung auf die jeweiligen Interesseinhaber erfolgt proportional zu den Beitragswerten von

Haverei

average (engl.) Schaden an Schiffen und/ oder ihrer Ladung (inklusive Kosten), der durch einen Unfall verursacht wurde. Zu unterscheiden sind hierbei die Kleine Haverei, die Besondere Haverei und die Große Haverei (Havarie Grosse). << Zurück zur Startseite

Haager Regeln

Hague rules (engl.) Im Jahr 1924 getroffene Vereinbarung mehrerer Staaten über einheitliche Haftungsregelungen für Reeder. 1978 wurden diese zwar durch die Hamburger Regeln ersetzt, trotzdem haben sie weiterhin praktische Bedeutung, da die Hamburger Regeln nicht von genügend Staaten ratifiziert wurden.

Güterschadenversicherung

goods-in-transit insurance (engl.) In Kreisen des Speditionsgewerbes übliche Bezeichnung für die dort abgeschlossene Warenversicherung, die der Spediteur für fremde Rechnung abschließt. Diese deckt das Interesse des Auftraggebers oder einer anderen, die Gefahr für die Güter tragenden, Partei während des Transports

Güterfolgeschäden

consequential damage (engl.) Mittelbare Schäden, die infolge eines Sachschadens an Gütern entstehen. Sie spielen insbesondere in der Transportversicherung eine Rolle. Anders als der Frachtführer haften der Spediteur und der Lagerhalter auch für sie. Sie sind in der Verkehrshaftungsversicherung bis zu

Frachtführer

carrier (engl.) Wer gewerblich gegen Entgelt Frachtgut zu Lande, auf Binnengewässern oder in der Luft transportiert. Seine Haftung für Verlust oder Beschädigung der Güter unterscheidet sich je nach Transport (innerdeutscher/ internationaler/ multimodaler Transport). Unter bestimmten Voraussetzungen ist er zum Abschluss

Flusskaskoversicherung

river hull insurance (engl.) Versicherung gewerblich genutzter Binnenschiffe und anderer schwimmender Anlagen und Geräte einschließlich maschineller Einrichtungen, Zubehör und Ausrüstung. In Deutschland wird die F. üblicherweise abweichend von § 130 VVG (Allgefahrenversicherung) auf bestimmte Gefahren beschränkt. Mitversichert sind Beiträge zur

Filmversicherung

film insurance (engl.) Sammelbegriff für eine Vielzahl von Versicherungen, die im Zusammenhang mit Filmproduktionen, oft gebündelt, angeboten werden. Hierzu gehören u.a. die Sach- und Transportversicherungen für Filmapparate, Filmmaterial, Requisiten und die Produktionskasse, die Betriebshaftpflichtversicherung sowie die Filmausfallversicherung. << Zurück zur

Filmtheater-Einheitsvers.

cinema insurance (engl.) Kombination einer Sachversicherung für die Betriebseinrichtung des Filmtheaters, einer Haftpflichtversicherung für aus dem Betrieb des Filmtheaters entstehende Drittschäden, einer Transportversicherung für das Filmmaterial sowie einer Betriebsunterbrechungsversicherung. << Zurück zur Startseite

Entertainmentversicherungen

entertainment insurance (engl.) Sammelbezeichnung für verschiedene Versicherungen, die der Unterhaltungsindustrie, oft gebündelt, angeboten werden. Z.B. Veranstaltungsausfallversicherung, Wetterversicherung, Veranstalter-Haftpflichtversicherung, Filmtheater-Einheitsversicherung, Gewinnspielversicherung, Filmversicherung. << Zurück zur Startseite

Einheitsversicherung

omnium insurance (engl.) Versicherung, die Elemente der Transportversicherung und der Sachversicherung kombiniert. Während des Transports der Waren sind diese im Umfang einer Warenversicherung abgesichert und während der Lagerung entspricht der Versicherungsschutz einer Sachversicherung. Sie wird insbesondere für Branchen wie z.B.

DTV

1914 als „Deutscher Transport-Versicherungs-Verein“ gegründeter Fachverband, der 1995 im Verband der Schadenversicherer und 1996 im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) aufgegangen ist. Aufgrund der hohen internationalen Bekanntheit des DTV gibt der GDV seine Musterbedingungen weiterhin unter dem Namen „DTV-Klauseln“

Dispacheur

average adjuster (engl.) Wer als Sachverständiger für die Abwicklung einer Havarie Grosse bestellt wird. Er stellt den Schaden der Ursache und der Höhe nach fest und hält seine Ergebnisse anschließend in einem Bericht, der sogenannten Dispache, fest. << Zurück zur

Dispache

average adjustment (engl.) Dokument, das Auskunft über die bei einer Havarie Grosse entstandenen Schäden und Kosten und deren Verteilung auf die unterschiedlichen Parteien (Interessenten des Schiffes, der Ladung und der Fracht) gibt. << Zurück zur Startseite

Ausstellungsversicherung

exhibition risks insurance (engl.) Versicherung von Ausstellungsgütern einschließlich Standeinrichtungen und Verbrauchsgütern während des Hin- und Rücktransports, des Auf- und Abbaus und der Ausstellung selbst. Normalerweise wird diese in Form einer Allgefahrenversicherung abgeschlossen und enthält mindestens die in der Warenversicherung üblichen

ADSp.

General German Freight Forwarders Standard Terms and Conditions (engl.) Allgemeine Deutsche Spediteurbedingungen. Im Verkehrsgewerbe weit verbreitete Allgemeine Geschäftsbedingungen. Diese regeln die Rechte und Pflichten des Spediteurs und des Auftraggebers. << Zurück zur Startseite

Allgefahrenversicherung

all risks insurance (engl.) Versicherung, die grundsätzlich alle Ereignisse erfasst, die auf die versicherten Sachen einwirken und eine Zerstörung, Beschädigung oder das Abhandenkommen der versicherten Sache zur Folge haben, sofern sie nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind. << Zurück zur Startseite

Abandon

abandon (engl.) Aufgabe eines Rechts/ einer Sache mit der Absicht, dadurch von einer Verpflichtung entbunden zu sein. Transportversicherung: Der Versicherer kann sich nach Eintritt des Versicherungsfalls durch Zahlung der Versicherungssumme von weiteren Verpflichtungen befreien. Seeversicherung: Der Versicherungsnehmer kann z.B. bei

Vorvertragliche Anzeigepflicht

pre-contractual duty of disclosure (engl.) Vor dem Abschluss der privaten Unfallversicherung ist der Versicherungsnehmer verpflichtet, alle vorhandenen Vorerkrankungen und gegebenenfalls gefährlichen Tätigkeiten und Sportarten, die er ausübt, anzugeben. Nichteinhalten der vorvertraglichen Anzeigepflicht kann zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. << Zurück

Vorinvalidität

prior disability (engl.) Wenn nach einem Unfall eine Invalidität anritt, wird erst geprüft, ob eventuell auch vor dem Unfall eine Invalidität vorlag. Sollte dies der Fall sein, wird die Unfallinvalidität um die Vorinvalidität gekürzt. << Zurück zur Startseite

Vorerkrankung

pre-existing conditions (engl.) Beim Abschluss einer privaten Unfallversicherung wird nach den Vorerkrankungen gefragt. Dies führt erst dann zu einer Ablehnung, wenn dadurch die Gefahr eines Unfalls erhöht wird. Beispiel: Geisteskrankheit und Pflegebedürftigkeit. << Zurück zur Startseite

Selbstverstümmelung

self-mutilation (engl.) Dies ist in der privaten Unfallversicherung nicht mitversichert, da sich manche aus diesem Grund absichtlich zum Beispiel Körperteile abschneiden oder abhacken. Sobald eine absichtliche Eigenschädigung nachgewiesen werden kann, wird der Unfallversicherer nicht zahlen. << Zurück zur Startseite

Private Unfallversicherung

personal accident insurance (engl.) Versichert in Form einer Kapitalleistung oder Unfallrente die finanziellen Folgen von Unfällen, vor allem entgangenes Einkommen durch Verlust der Arbeitsfähigkeit. Daneben werden meist auch im Todesfall die Hinterbliebenen durch Kapitalleistungen oder Rentenzahlungen abgesichert. << Zurück zur

Kosmetische Operationen

cosmetic surgery (engl.) Sollte durch einen Unfall das Gesicht oder ein anderes Körperteil dauerhaft entstellt werden, ist meist für die Korrektur eine kosmetische Operation notwendig. Einschluss von kosmetischen Operationen in der privaten Unfallversicherung deckt diese Fälle ab. << Zurück zur

Gesundheitsfragen

health issues (engl.) Fragen zur Prüfung der Gesundheit des Antragstellers einer Versicherung (z.B. Unfallversicherung, Lebensversicherung). Diese wird ggf. um eine ärztliche Gesundheitsprüfung ergänzt. Die Fragen müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Sollte der Versicherungsnehmer seiner Pflicht nicht nachgehen, hat der Versicherer das

Gesetzliche Unfallversicherung

statutory accident insurance (engl.) Ein Zweig der Sozialversicherung. Laut Sozialgesetzbuch (siebtes Buch) hat sie die Aufgabe, „mit allen geeigneten Mitteln Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten, nach Eintritt von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der

Beitragsrückgewähr (Unfallv.)

premium refund (engl.) Eine besondere Art der privaten Unfallversicherung, bei der die Versicherung zu einer Art Kapitallebensversicherung umgewandelt wird. Während der gesamten Laufzeit besteht die Unfallversicherung. Sollte die versicherte Person versterben, wird die Kapitalsumme ausbezahlt und nach Ablauf werden die

Widerrufsrecht

right of withdrawal (engl.) Innerhalb von 14 Tagen nach Unterzeichnung eines Versicherungsvertrages kann der Versicherungsantrag widerrufen werden. Der Widerruf sollte schriftlich per Einschreiben mit Rückschein an den Versicherer gesendet werden. << Zurück zur Startseite

Wartezeit (in der Rechtsschutzv.)

obligatory waiting period (engl.) Bei Neuabschluss einer Rechtsschutzversicherung besteht in der Regel kein sofortiger Versicherungsschutz. Der Aufschub beträgt zum Beispiel für Berufs- und Eigentums-/Mietrechtsschutz in der Regel 3 Monate. Bei Ehestreit-Rechtsschutz und Unterhalts-Rechtsschutz gelten längere Fristen. Bei einem Versichererwechsel verzichtet

Verkehrsrechtsschutzvers.

motorist’s legal protection insurance (engl.) Trägt die Kosten der Vertretung rechtlicher Interessen des Versicherungsnehmers als Eigentümer, Halter oder Insasse auf ihn zugelassener Kraftfahrzeuge. Versicherungsschutz besteht auch als Fahrer oder Insasse fremder oder gemieteter Kraftfahrzeuge. Eine Beschränkung auf gleichartige Fahrzeuge kann

Strafrechtsschutzvers.

criminal legal protection insurance (engl.) Trägt die Kosten der Vertretung rechtlicher Interessen des Versicherungsnehmers, wenn dieser sich gegen den Vorwurf eines fahrlässigen Vergehens verteidigen muss, zum Beispiel wegen fahrlässiger Körperverletzung. Bei Vorsatz besteht jedoch kein Versicherungsschutz. << Zurück zur Startseite

Steuerrechtsschutzvers.

tax legal protection insurance (engl.) Trägt die Kosten zur Geltendmachung der Interessen des Versicherungsnehmers hinsichtlich Steuern und sonstiger Abgaben vor deutschen Finanz- und Verwaltungsgerichten. Beispiele sind Absetzbarkeit von Sonderausgaben, Werbungskosten, außergewöhnlichen Belastungen oder Erhebung von Zöllen. << Zurück zur Startseite

Sozialgerichts-Rechtsschutzv.

social court legal protection insurance (engl.) Trägt die Kosten, wenn der Versicherungsnehmer vor deutschen Sozialgerichten gegen Sozialversicherungsträger im Prozess steht. Zum Beispiel wegen: Rentenhöhe, strittigem Invaliditätsgrad nach Arbeits- und oder Freizeitunfällen, Kassenübernahme von Kuren oder neuen Operationstechniken. << Zurück zur

Shuttle-Mediation

shuttle mediation (engl.) Form der Mediation, in der der Mediator nicht gemeinsam mit beiden Konfliktparteien verhandelt, sondern sich abwechselnd mit diesen austauscht. Diese Form der Mediation wird besonders bei untereinander sehr zerstrittenen Konfliktparteien eingesetzt. In der Rechtsschutzversicherung auch als kostengünstige

Schadenersatz-Rechtsschutzv.

indemnification legal protection insurance (engl.) Versichert die Kosten der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen, zum Beispiel in Form von Schmerzensgeld, Kompensation von Verdienstausfall oder Reparaturkosten eines beschädigten Kfz. Die Abwehr fremder Schadenersatzansprüche ist hingegen Gegenstand der Haftpflichtversicherung. << Zurück zur Startseite

Rechtsschutzversicherung

legal protection (engl.) Trägt ganz oder teilweise die Kosten im Falle eines Rechtsstreits. Zusätzlich werden meist weitere für einen Rechtsstreit relevante Dienstleitungen erbracht oder auch vermittelt (z.B. Anwaltshotline, Anwaltsvermittlung, Mediation). << Zurück zur Startseite

Mediation

mediation (engl.) Außergerichtliche Streitschlichtung durch speziell ausgebildete Konfliktmanager, die keine Lösung vorgeben, sondern versuchen, durch einen moderierten Prozess eine einvernehmliche Lösung zwischen den Konfliktparteien zu finden. Dies gilt als schnelle und kostengünstige Alternative zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, ersetzt diese aber

Kausalereignistheorie

action committed basis (engl.) Demnach sind – insbesondere im Schadenersatzrechtsschutz – Fälle dann versichert, wenn der Versicherungsschutz zu dem Zeitpunkt bestand, an dem das Ereignis seine Ursache hatte, auch wenn die Folge erst später sichtbar wurde (im Gegensatz zur Folgeereignistheorie).

Internetrechtsschutzversich.

internet legal protection (engl.) Trägt die Kosten der Vertretung rechtlicher Interessen des Versicherungsnehmers für Vertragsabschlüsse, die im Internet getätigt werden. In Einzelfällen werden auch andere mit der Internetnutzung verbundene Rechtsrisiken abgesichert. << Zurück zur Startseite

Folgeereignistheorie

theory of subsequent events (engl.) Demnach sind – insbesondere im Schadenersatzrechtsschutz – Fälle dann versichert, wenn der Versicherungsschutz zu dem Zeitpunkt bestand, an dem das Ereignis erstmals seine Folge entfalte, auch wenn die Ursache dafür schon vorher bestand (im Gegensatz

Fahrzeugrechtsschutz

vehicle legal protection insurance (engl.) Ein Bestandteil der Verkehrsrechtschutzversicherung. Der Schutz wird für das im Versicherungsschein beantragte Fahrzeug als Eigentümer, Halter, Mieter, Entleiher und berechtigter Fahrer sowie Insassen gewährt << Zurück zur Startseite

Arbeitsrechtschutzvers.

protection of employment rights (engl.) Hilft bei Auseinandersetzungen rund um das Arbeitsverhältnis oder im öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis hinsichtlich dienst- und versorgungsrechtlicher Ansprüche des Versicherungsnehmers. Mögliche Fälle sind zum Beispiel Kündigung, Urlaubs-/Weihnachtsgeld, Abfindung, Einstufung in Besoldungsgruppen. << Zurück zur Startseite

Anwaltshotline

lawyer hotline (engl.) Hierbei handelt es sich um eine sofortige, telefonische Rechtsberatung von zugelassenen Anwälten. Es stehen in der Regel Anwälte unterschiedlichster Rechtsgebiete zur Verfügung. << Zurück zur Startseite

Werbung

advertising (engl.) Im Rahmen der Kommunikationspolitik die Summe der Maßnahmen, die die Zielgruppe beeinflussen sollen, ihre Einstellungen oder Verhaltensweisen gegenüber bestimmten Produkten, Dienstleistungen oder anderen Objekten zu ändern. Dies erfolgt durch spezifische Kommunikationsmittel (Werbemittel) über bestimmte Medien. << Zurück zur

Virales Marketing

viral marketing (engl.) Instrument im Rahmen der Kommunikationspolitik, das auf die selbständige Verbreitung einer Botschaft innerhalb der Zielgruppe durch soziale Netzwerke und Medien abzielt. Dazu werden meist lustige, überraschende oder anderweitig aktivierende Werbebotschaften entwickelt. Im Idealfall schafft Viral Marketing hohe

Vertretervertrag

agency agreement (engl.) Vertrag zwischen dem Versicherungsunternehmen und einem selbstständigen Versicherungsvertreter. Der Vertreter verpflichtet sich dazu, aktiv die Produkte des Versicherers zu vermitteln sowie in der Regel auch, einen bestehenden Kundenbestand zu pflegen. Als Gegenleistung erhält er vom Versicherer Abschlussprovisionen

Vermittlerregister

intermediary register (engl.) Vermittler von Versicherungen und von Finanzanlagen unterliegen einer Erlaubnis- und einer Registrierungspflicht. Durch eine online einsehbare Liste können sich Kunden, Versicherungsunternehmen und Behörden informieren, ob ein Vermittler zugelassen ist, und ob dieser als Makler oder Vertreter tätig

Vergleichsportal

comparision portal (engl.) Bietet die Möglichkeit, Produkte oder Dienstleistungen (Strom, Gas, Telefon, Versicherung, Reisen …) verschiedener Anbieter online zu vergleichen und in der Regel auch direkt zu kaufen. Ist dabei in der Regel selbst Vermittler und erhält Provisionen von den

Ventillösung

valve solution (engl.) Erlaubnis des Versicherers gegenüber seinen Ausschließlichkeitsvertretern, Produkte anderer Versicherer anzubieten, wenn der Versicherer selbst diese Produkte nicht anbietet. Damit soll insbesondere die Kundenbeziehung des Vertreters gegenüber konkurrierenden Vermittlern geschützt werden. << Zurück zur Startseite

Typologie privater Versicherungsnehmer

In der Versicherungswirtschaft weit verbreitete, vom Marktforschungsinstitut psychonomics (heute YouGov) entwickelte Marktsegmentierung, die die deutschen Versicherungsnehmer nach marktspezifischen Kriterien in sechs Kundentypen einteilt. Beispiele sind die „Treuen Vertreterkunden“ und die „Preisorientierten Rationalisten“. Die sechs Typen unterscheiden sich deutlich in ihren

Tippgeber

ad hoc adviser (engl.) Vermittelt im Gegensatz zum eingetragenen Vermittler keine Verträge, sondern macht dem Anbieter oder einem Vermittler lediglich potenzielle Versicherungskunden namhaft oder stellt Kontakt zu diesen her, und erhält dafür eine Provision, vielfach auch in Form von Sachprämien

SWOT-Analyse

SWOT analysis (engl.) Ein Instrument der strategischen Planung, das Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eines Unternehmens in Form einer Matrix erfasst und so der Positionsbestimmung und Strategieentwicklung dient. << Zurück zur Startseite

Strukturvertrieb

structured sales organisation (engl.) Pyramidenartig aufgebautes, stark hierarchisch strukturiertes Vertriebssystems. An der Spitze der Struktur steht ein sogenannter Strukturkopf. Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht neben der Kundengewinnung vielfach die Gewinnung weiterer Mitarbeiter, da diese im Pyramidensystem direkt zum Einkommen der

Stornoreserve

cancellation reserve (engl.) Dient der Sicherung der Rückforderungsmöglichkeit von noch nicht verdienten Abschlussprovisionen (z.B. wenn der Vertrag durch den Kunden frühzeitig beendet wird) eines Vertreters und wird erst nach Ablauf der Stornohaftungsfrist vom Versicherer ausgezahlt. << Zurück zur Startseite

Sinus-Milieus

Sinus-Milieus (engl.) Im Marketing verbreitete, vom Marktforschungsinstitut Sinus entwickelte Marktsegmentierung, die die Bevölkerung anhand der beiden (markt-unspezifischen) Dimensionen Soziale Lage und Wertorientierung in unterschiedliche soziale Lebenswelten einteilt. << Zurück zur Startseite

SEO

Search Engine Optimization (engl.) Maßnahmen zur Verbesserung der Positionierung in Suchmaschinen durch Erfüllung der Relevanz-Kriterien. In Abgrenzung zu SEA und je nach Definition als Teil des SEM. << Zurück zur Startseite

SEM

Search Engine Marketing (engl.) Summe der Maßnahmen zur Gewinnung von Besuchern im Internet über Suchmaschinen, also SEO und SEM. Wird vielfach aber auch in Abgrenzung zu SEO nur als bezahlte Werbung in Suchmaschinen verstanden, siehe SEA. << Zurück zur Startseite

Rennlisten

running list (engl.) Zuweilen genutzter Begriff zur Beschreibung von Listen, die in einer Vertriebsorganisation gegenseitige Transparenz über die Leistung der besten oder auch aller Verkäufer oder Vermittler schaffen. Ziel ist ein verschärfter Leistungswettbewerb im Sinne der Vertriebs- oder Unternehmensziele. Dies

Provisionsabgabeverbot

prohibition to pass on provisions (engl.) Verordnung der BaFin auf Basis des VAG, wonach es Anbietern und Vermittlern bestimmter Versicherungen verboten ist, Versicherungsnehmer für den Abschluss eines Versicherungsproduktes zu vergüten bzw. diesen entsprechende Preisnachlässe auf Kosten der Provision einzuräumen. Die

Produktpolitik

product policy (engl.) Die Gesamtheit aller Entscheidungen und Maßnahmen im Unternehmen, die das Produkt- oder Leistungsangebot betreffen. Dazu gehören beispielsweise das Produktprogramm, die Beschaffenheit der Produkte, Design und Marke, die Verpackung, sowie Zusatzleistungen wie Garantien. << Zurück zur Startseite

Produktakzessorischer Vertrieb

product ancillary distribution (engl.) Gewerbetreibende, die Versicherungen lediglich als Ergänzung der im Rahmen ihrer Haupttätigkeit angebotenen Waren oder Dienstleistungen vermitteln, können sich unter bestimmten, eng definierten Voraussetzungen nach § 34 d Abs. 3 GewO von der Erlaubnispflicht befreien lassen. Dabei

Preispolitik

price / pricing policy (engl.) Die Gesamtheit aller Entscheidungen und Maßnahmen im Unternehmen zur Festsetzung von Verkaufspreisen einzelner Produkte oder Produktbündel, aber auch zur grundsätzlichen preislichen Positionierung des Unternehmens oder seiner Marken. << Zurück zur Startseite

Multikanalvertrieb

multi-channel distribution (engl.) Paralleler Absatz der Produkte über unterschiedliche Vertriebskanäle, in der Versicherungsbranche z.B. über Ausschließlichkeitsvertreter, Bankvertrieb, Makler, Direktvertrieb etc.. Teil der Distributionspolitik eines Versicherers. << Zurück zur Startseite

Marktsegmentierung

market segmentation (engl.) Aufteilung des Gesamtmarktes nach bestimmten Kriterien in Käufergruppen bzw. -segmente, die hinsichtlich ihres Kaufverhaltens oder kaufverhaltensrelevanter Merkmale in sich homogen und untereinander heterogen sein sollen. Als Segmentierungskriterien kommen zahlreiche Merkmale in Frage, die entweder produktunspezifisch sein können

Marktforschung

market research (engl.) Marktforschung beschreibt die zielgerichtete, systematische und nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführte Beschaffung und Analyse von Daten und Informationen als Grundlage beschaffungs- und absatzpolitischer Entscheidungen. Dies umfasst sowohl Ad-Hoc-Forschungsprojekte, regelmäßige Monitorings als auch die systematische Auswertung von anfallenden Daten

Marketing

marketing (engl.) In einem weitem Verständnis die bewusst marktorientierte Führung des gesamten Unternehmens. In einem engeren Verständnis eine betriebswirtschaftliche Funktion, die alle Maßnahmen zur Bearbeitung des (Absatz-)Marktes zusammenfasst (Marketing-Management) << Zurück zur Startseite

Marke

brand, trade mark (engl.) Eine Kennzeichnung (z.B. als Name oder Symbol) von Produkten oder Dienstleistungen zu deren Wiedererkennung im Markt. Dem Anbieter dient dies zur Differenzierung seines Angebots vom Wettbewerb, womit vielfach eine geringere Preiselastizität der Kunden und damit die

Maklervertrag

broker agreement, brokerage contract (engl.) Obwohl die Courtage für Versicherungen in der Regel vom Versicherungsunternehmen bezahlt wird, wird der Makler als Sachverwalter im Auftrag des Kunden tätig. Der M. regelt entsprechend die Rechte und Pflichten zwischen dem Makler und seinem

Maklerpool

broker pool (engl.) Kooperation zwischen Versicherungs- oder Finanzmaklern zur Bündelung des Geschäfts und zur Nutzung gemeinsamer Ressourcen. Dadurch können bei den Versicherern oft bessere Konditionen ausgehandelt und die Kosten z.B. für Verwaltung, IT und Marketing gesenkt werden. Aufgrund gestiegener Regulierung

Makler (Versicherungsmakler)

broker (engl.) Ein auf die Vermittlung von Versicherungsverträgen spezialisierter unabhängiger Handelsmakler (nach §93 HGB). Er vermittelt im Auftrag des Kunden Versicherungsverträge zwischen Versicherungsgesellschaften und Versicherungsnehmern. Bei Abschluss von Verträgen erhält er vom Versicherer eine Courtage. << Zurück zur Startseite

Kundenwert

customer value (engl.) Monetärer Wert einer Kundenbeziehung – entweder als Deckungsbeitrag auf eine bestimmte Periode bezogen oder abdiskontierter als Barwert für die ganze zukünftige Kundenbeziehung berechnet (Customer Lifetime Value). Dies dient dazu, die Aktivitäten im Kundenbeziehungsmanagement nach der vermuteten derzeitigen

Kundenbindung

customer loyality (engl.) Ausmaß der Bindung eines Kunden an einen Anbieter, der sich zum Beispiel in dessen Bereitschaft, dort zusätzliche Käufe zu tätigen, das Unternehmen weiterzuempfehlen, seine Resistenz gegen Abwerbeversuche etc. ausdrücken kann. << Zurück zur Startseite

Kundenbeziehungsmanagement

customer relationship management (engl.) Die konsequente Ausrichtung aller kundenbezogenen Aktivitäten des Unternehmens auf den einzelnen Kunden, mit dem Ziel, dauerhafte und rentable Kundenbeziehungen über den gesamten Kundenbeziehungslebenszyklus hinweg aufzubauen. Wesentliche Instrumente zur Umsetzung sind eine Database eine entsprechende CRM-Software. <<

Kundenbeziehungslebenszyklus

customer relationship cycle (engl.) In Analogie zum Produktlebenszyklus entwickeltes Konzept, dass die Kundenbeziehung in sukzessiv ablaufende Phasen einteilt, von der Anbahnung bis zur Revitalisierung ausgeschiedener Kunden. In jeder Phase kommen eigene, spezifische Maßnahmen des Kundenmanagements zum Einsatz (z.B. Interessentenmanagement, Neukundenmanagement

Konversionsrate

conversion rate (engl.) Kennzahl zur Erfolgsmessung in Marketing und Vertrieb: Sie entspricht der Anzahl der realisierten Transaktionen im Verhältnis zur Anzahl der initiierten Kontakte. Der Begriff wird zum Beispiel zur Erfolgsmessung von Mailings, von Websites, im Suchmaschinenmarketing (SEM) oder im

Kommunikationspolitik

communication policy (engl.) Die Gesamtheit aller Entscheidungen und Maßnahmen über die marktgerichteten Informationen eines Unternehmens. Datzu gehören neben Werbung auch Verkaufsförderung, Öffentlichkeitsarbeit, Social Media Marketing, Sponsoring und Events. << Zurück zur Startseite

Informationspflicht

obligation of notification (engl.) Nach § 11 der Versicherungsvermittlungsverordnung hat der Vermittler dem Versicherungsnehmer beim ersten Geschäftskontakt eine Reihe von Angaben klar und verständlich in Textform mitzuteilen. Dazu gehören insbesondere Name und Firma, betriebliche Anschrift, ob er als Versicherungsmakler, als

Fernabsatz

distance selling, remote sales (engl.) Laut BGB § § 312b sind Fernabsatzverträge solche „Verträge über die Lieferung von Waren oder über die Erbringung von Dienstleistungen, einschließlich Finanzdienstleistungen, die zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln abgeschlossen

Fahrstuhlprovision

Zuweilen verwendeter Begriff für den Tatbestand, dass manche Versicherer die Höhe der Provisionen in Abhängigkeit vom Umfang des Neugeschäfts oder der Bestandshöhe variieren, was zu einer breiteren Spreizung der Einkommen zwischen den Vertretern und somit in vielen Fällen zu einem

EU-Vermittlerrichtlinie

EU Insurance Mediation Directive (engl.) Regelt auf EU-Ebene im Sinne eines besseren Verbraucherschutzes insbesondere die Eintragung der Vermittler in ein öffentlich zugängliches Register, Informationspflichten für den Vermittler, Beratungs- und Dokumentationspflichten sowie Einrichtung einer Schlichtungsstelle, und wurde in die nationale Gesetzgebung

Erlaubnispflicht

statutory permission requirement (engl.) Versicherungsvermittler und -berater brauchen in der Regel eine Zulassung durch die zuständige Industrie- und Handelskammer, die erteilt wird, wenn die persönliche Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, eine Berufshaftpflichtversicherung und entsprechende Sachkunde nachgewiesen werden.

Dokumentationspflicht

documentation requirement (engl.) Gemäß § 61 des Versicherungsvertragsgesetzes hat der Versicherungsvermittler die Beratung unter Berücksichtigung der Komplexität des angebotenen Versicherungsvertrags zu dokumentieren und dem Versicherungsnehmer vor Abschluss des Vertrags in Textform zu übermitteln. (Siehe auch Beratungspflicht) << Zurück zur Startseite

Data Mining

data mining (engl.) Systematische Anwendung komplexer statistischer Methoden in einer Database, um darin Muster zu erkennen, die für die gezielte Marktbearbeitung eingesetzt werden können. Dies dient zum Beispiel der Früherkennung von potenziellen Kündigern, der Adressauswahl für ein Webemailing, oder speziell

Captive

captive (engl.) Vermittler, meist in der Form eines Maklers, der sich im Eigentum eines versicherungsfremden Unternehmens befindet, für welches ausschließlich oder überwiegend er Versicherungsschutz beschafft. Es handelt sich also um eine Alternative zur Versicherungsabteilung, in der das entsprechende Fachwissen gebündelt

Call Center

call center (engl.) Organisationseinheit, die telefonisch den Kontakt zu Kunden oder zunehmend auch zu Vermittlern schafft. Die Ziele sind das Erreichen von Kundennähe, Kundenbindung sowie Kundenzufriedenheit bzw. Kundenloyalität. Da zunehmend unterschiedliche Kommunikationsformen in derselben Organisationseinheit gebündelt werden und zudem nicht

Beschwerdemanagement

complaint management (engl.) Teilaufgabe im Kundenbeziehungsmanagement: Die Summe aller Maßnahmen, um Beschwerden unzufriedener Kunden zu initiieren und zu erfassen, die Zufriedenheit und Bindung dieser Kunden wiederherzustellen und durch die systematische Auswertung der Beschwerden Lerneffekte zur Verbesserung der Leistungen des Unternehmens

Beratungspflicht

obligation to (give) advice (engl.) Gemäß § 61 des Versicherungsvertragsgesetzes hat „der Versicherungsvermittler den Versicherungsnehmer, soweit nach der Schwierigkeit, die angebotene Versicherung zu beurteilen, oder der Person des Versicherungsnehmers und dessen Situation hierfür Anlass besteht, nach seinen Wünschen und Bedürfnissen

Assekuradeur

underwriting agent (engl.) Zeichnungsbevollmächtigter, der im eigenen Namen, aber für fremde Rechnung für ein oder mehrere Versicherungsunternehmen Policen zeichnet und meist auch über Regulierungsvollmacht verfügt. Insbesondere in der Transportversicherung verbreitet, kommt aber auch in anderen Versicherungssparten vor. << Zurück zur

Allfinanz

bancassurance (engl.) Absatzmarktbezogene Kooperation verschiedener Sparten der Finanzdienstleistung, z.B. zwischen Banken oder Sparkassen mit Versicherern. Durch Cross-Selling sollen die bestehenden Kundenbeziehungen ausgebaut werden, der Kunde profitiert durch ein „Alles-aus-einer-Hand“-Prinzip. Durch regulatorische Vorgaben sind die Kooperationspartner in der Regel rechtlich eigenständig,

Krankentagegeld

daily sickness allowance (engl.) Der Versicherte hat nach Ablauf der vereinbarten Karenzzeit Anspruch auf einen vertraglich geregelten Geldbetrag. Diese Form der privaten Krankenversicherung schützt vor Einkommenseinbußen und Verdienstausfall bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder einen Unfall. << Zurück zur Startseite

Zillmerung

zillmerisation (engl.) Nach dem Mathematiker August Zillmer benanntes versicherungsmathematisches Verfahren für die Lebensversicherung und die Private Krankenversicherung, bei dem bereits angefallene, aber noch nicht getilgte Abschlusskosten (gezillmertes Deckungskapital) bei der Berechnung des Vertragswertes berücksichtigt werden. Dabei werden in der Lebensversicherung

Barwert

cash equivalent (engl.) Wert eines zukünftigen Zahlungsstroms. Zur Berechnung des Barwertes wird der Zahlungsstrom mit einem entweder bekannten oder angenommenen Zins abgezinst. Je höher dieser Zins oder der Abzinsungszeitraum sind, desto niedriger ist der Barwert. << Zurück zur Startseite

Annuität

annuity (engl.) Jährlich gleichbleibende Zahlung im Rahmen einer Kredittilgung, wobei sich die Annuität jeweils aus Tilgung und Zinsen zusammensetzt. Je kleiner die Kreditsumme im Laufe der Zeit wird, desto größer wird der Anteil der Tilgung. << Zurück zur Startseite

Zitronenmarkt

lemon market (engl.) Von Akerlof 1970 geprägter Begriff für eine Form des Marktversagens durch Informationsasymmetrie. Eine hoher Informationsvorsprung von Verkäufern gegenüber Käufern kann dazu führen, dass die Käufer nicht mehr zwischen guten und schlechten Produkten (Lemons) unterscheiden können und daher

Versicherungsbetrug

insurance fraud (engl.) Hierunter werden Vermögensdelikte eines Versicherungsnehmers gegen ein Versicherungsunternehmen zusammengefasst. Der Versicherungsnehmer verfolgt eine Bereicherungsabsicht. Dem Versicherer wird ein Vermögensschaden infolge Täuschung oder Irrtum zugefügt. Die häufigsten Formen sind Fingieren oder Herbeiführen eines Schadens, Umdefinieren des Schadenherganges oder

Value at Risk

value at risk (engl.) Ein Risikomaß, das angibt, welchen Wert der maximal erwartete Verlust einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) mit einer vom Entscheidungsträger festgelegten Sicherheitswahrscheinlichkeit innerhalb einer bestimmten Periode nicht überschreitet. << Zurück zur Startseite

Solvency II

solvency II (engl.) Geplante aufsichtsrechtliche Vorschriften für Versicherungsunternehmen auf EU-Ebene, als Modifikation der bestehenden Regelungen aus Solvency I. Diese können in einem 3-Säulen-Modell dargestellt werden. Die erste Säule bestimmt die Kapitalanforderungen, die zweite Governance-Vorschriften und die dritte die Veröffentlichungsvorschriften. Die

Solvency I

solvency I (engl.) Bestehende aufsichtsrechtliche Vorschriften zur Solvabilität von Versicherungsunternehmen. Basis ist ein kontinuierlicher Vergleich von Soll- und Ist-Zahlen verbunden mit entsprechenden Informationspflichten. Eine Aktualisierung und Erweiterung steht durch Solvency II an. << Zurück zur Startseite

Risikobewertung

risk assessment (engl.) Evaluation zuvor identifizierter und analysierter Risiken durch Abgleich mit zuvor zu bestimmenden Kriterien der Risiko-Akzeptanz. Dieser Vorgang ist zum Beispiel im Bereich des Qualitätsmanagement wesentlich, da hierdurch beispielsweise Produktrisiken vermieden werden können. Man betrachtet hierfür genau alle

Risikoaggregation

risk aggregation (engl.) Zusammenfassung aller Risiken. Entspricht durch kumulative oder kompensatorische Effekte zwischen einzelnen Risiken aber nicht deren einfacher Addition. Ziel ist die Bestimmung der Gesamtrisikoposition eines Unternehmens sowie der relativen Bedeutung von Einzelrisiken auf die Unternehmensentwicklung. << Zurück zur

Planungsfehlschluss

planning fallacy (engl.) Von Daniel Kahneman und Amos Tversky geprägter Begriff zur Beschreibung von überoptimistischen Erwartungen an Projektergebnisse durch Vernachlässigung von Risiken und Vernachlässigung statistischer Erfahrungen aus ähnlichen Fällen. Typische Beispiele sind die oft drastische Unterschätzung von Realisierungszeiten und Kosten

Moral Hazard

moral hazard (engl.) Dieser Begriff beschreibt das Ausnutzen von Informationsvorteilen. In der Versicherungswirtschaft wird hierunter eine Verhaltensänderung, die mit dem Abschluss einer Versicherung einhergeht, verstanden. Hierunter fällt beispielsweise das verminderte Risikobewusstsein des Versicherungsnehmers gegenüber der versicherten Sache. << Zurück zur

Monte Carlo Simulation

Monte Carlo simulation (engl.) Stochastisches Verfahren zur Lösung von Wahrscheinlichkeitsproblemen auf Basis des Gesetzes der großen Zahl. Ergebnisse und Wahrscheinlichkeitsverteilungen werden nicht analytisch, sondern durch Generierung von zahlreichen Zufallsergebnissen approximativ ermittelt. Dies erfolgt im einfachsten Fall durch Würfeln oder andere

Liquiditätsrisiko

accumulation risk (engl.) Die Gefahr, benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können. Im Rahmen des Kapitalanlagerisikos insbesondere das Risiko, die aus den Versicherungsverträgen resultierenden Zahlungsverpflichtungen aufgrund mangelnder Fungibilität der Kapitalanlagen nicht termingerecht bedienen zu können. <<

Kumulrisiko

accumulation risk (engl.) Wenn ein und dasselbe zufällige Ereignisse gleichzeitig bei mehreren oder vielen versicherten Einheiten Schäden auslöst (bspw. Erdbeben, Hagelschlag, Überschwemmung), entsteht ein besonderes Risiko: Die Einzelrisiken sind im statistischen Sinne voneinander abhängig und führen im Vergleich zu unabhängigen

Kapitalanlagerisiko

financial investment risk (engl.) Aus den Kapitalanlagen des Versicherungsunternehmens resultierende Risiken. Diese bestehen vor allem aus dem Marktrisiko (Zinsänderungsrisiko, Preisrisiko, Währungsrisiko), Bonitätsrisiko (durch Ausfall eines Schuldners) und Liquiditätsrisiko (Risiko, die aus den Versicherungsverträgen resultierenden Zahlungsverpflichtungen aufgrund mangelnder Fungibilität der Kapitalanlagen

Branchenrisiko

sector risk (engl.) Spezifisches Risiko durch Zugehörigkeit eines Unternehmens zu einer bestimmten Branche. Bedingt z.B. durch Nachfrageänderungen, neue gesetzliche Vorschriften, steigende Rohstoffpreise oder andere spezifisch die Produkte oder Rahmenbedingungen der Branche betreffende Faktoren. << Zurück zur Startseite

Adverse Selektion

adverse selection (engl.) Hierbei handelt es sich um eine Auswirkung von Informationsasymmetrien vor Vertragsabschluss. In der Versicherungswirtschaft beschreibt dieser Begriff das durch hohe Prämien bedingte Ausscheiden von Versicherungsnehmern mit guten Risiken aus dem Markt, so dass lediglich solche Versicherungsnehmer übrig

Obliegenheiten

obligations (engl.) Gesetzlich oder vertraglich geregelte Verhaltenspflichten des Versicherungsnehmers, des Versicherten oder eines Dritten, deren Einhaltung für den Versicherungsschutz notwendig sind. Versicherungsverträge sehen üblicherweise sowohl O. vor und nach Vertragsbeginn sowie spezielle O. im Schadenfall vor. << Zurück zur Startseite

Gefahrerhöhung

increase of risk (engl.) Eine nach Abschluss eines Versicherungsvertrags entstandene Änderung gefahrerheblicher Umstände, durch die entweder der Schadeneintritt wahrscheinlicher oder der mögliche Schaden größer wird. Der Versicherungsnehmer darf eine solche G. nach Abgabe seiner Vertragserklärung nicht ohne Einwilligung des Versicherers

Deckungssumme

limit, sum insured (engl.) Durch einen Versicherungsvertrag zwischen Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen vereinbarte Höchstgrenze für Entschädigungen. Eine Ausnahme hierzu stellen auf Weisung des Versicherers aufgewendete Rettungs- und außergerichtliche Gutachterkosten sowie Schadenermittlungskosten dar, die auch ersetzt werden, soweit sie zusammen mit der

Arglist

bad faith, malice (engl.) Vorsätzliche, aber nicht unbedingt zielgerichtete Täuschung durch Vorspiegelung falscher Tatsachen oder durch Verschweigen einer Tatsache. Die arglistige Verletzung einer vertraglichen Obliegenheit führt im Allgemeinen zur Leistungsfreiheit des Versicherers (§ 28 VVG). << Zurück zur Startseite

VVaG

mutual insurance company (engl.) Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Rechtlich zulässige Rechtsform für ein Versicherungsunternehmen, bei dem die Versicherungsnehmer Mitglieder und somit Träger des Vereins sind. Es handelt sich um eine besondere Rechtsform nur für Versicherungsgesellschaften gemäß § 15 VAG. Es ist

BaFin

Federal Financial Supervisory Authority (engl.) Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Anstalt des öffentlichen Rechts, die der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen unterliegt. Diese Anstalt beaufsichtigt Banken, Finanzdienstleister, Versicherungsunternehmen und den Wertpapierhandel. << Zurück zur Startseite

Vermögensschaden

financial loss, pecuniary loss, property loss (engl.) Vermögensnachteile, die nicht unmittelbar auf einen Personen- oder Sachschaden zurückzuführen sind. Zu unterscheiden sind echte und unechte Vermögensschäden. Unechte Vermögensschäden werden auch als Vermögensfolgeschäden bezeichnet, da sie Folge eines Personen- oder Sachschadens sind.

Tätigkeitsschaden

Schaden an fremden Sachen, die durch eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit an oder mit diesen Sachen entstanden sind. Diese sind in der Regel vom Versicherungsschutz der Haftpflichtversicherung ausgeschlossen, werden aber in der Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung wieder eingeschlossen. << Zurück zur

Mietsachschaden

damage to rented property (engl.) Schaden an vom Versicherungsnehmer gemieteten, gepachteten oder geliehenen Sachen. Grundsätzlich sind Mietsachschäden in der Haftpflichtversicherung ausgeschlossen. Üblicherweise besteht in der Privathaftpflichtversicherung jedoch Versicherungsschutz für Schäden an gemieteten Wohnungen oder Räumlichkeiten (z.B. Hotelzimmer). << Zurück zur

Deliktsfähigkeit

responsibility for civil wrongs (engl.) Fähigkeit, eine unerlaubte Handlung (Delikt) schuldhaft begangen zu haben und hierfür verantwortlich gemacht zu werden. Ob eine Person deliktsfähig ist, hängt von ihrem Alter und Entwicklungsstand ab. Zu unterscheiden sind hierbei deliktsunfähige, beschränkt deliktsfähige und

Bauherrenhaftpflicht

builders liability (engl.) Haftung des Bauherren in seiner Eigenschaft als privater Bauherr/Bauträger sowie Besitzer des Baugrundstücks. Ansprüche können beispielsweise aus der Verletzung der Verkehrssicherungspflicht oder durch ein Verschulden bei der fehlerhaften Auswahl der am Bau beteiligten Personen entstehen. << Zurück

Wertsachen

valuables (engl.) Umfasst Bargeld und auf Geldkarten geladene Beträge, Urkunden einschließlich Sparbücher und sonstige Wertpapiere, Schmuck, Edelsteine, Perlen, Briefmarken und Telefonkartensammlungen, Münzen und Medaillen sowie alle Sachen aus Gold oder Platin, Pelze, Gobelins und handgeknüpfte Teppiche, Kunstgegenstände wie Gemälde, Zeichnungen,

Wert 1914

reconstruction value of 1914 (engl.) Der Versicherungswert 1914 ist eine Rechengröße der gleitenden Neuwertversicherung (Gebäudeversicherung). Dieser entspricht dem Wiederaufbauwert des Gebäudes in Mark, entsprechend seiner Größe, Ausstattung und Ausbau, bezogen auf das Jahr 1914. Nach der Festlegung kann der Wert

Versicherte Kosten

insured costs (engl.) Schadenbedingte Kosten, welche im Rahmen des Versicherungsschutzes enthalten sind. Beispielsweise Aufräumkosten, Bewegungs- und Schutzkosten, Hotelkosten, Transport- und Lagerungskosten, Schlossänderungskosten, Bewachungskosten, Reparaturkosten für provisorische Maßnahmen, Schadenabwendungs- und Schadenminderungskosten. Anders als bei Sachschäden sind Kostenschäden auf Grundlage der AVB

Totalschaden

storm losses (engl.) Dies bezeichnet einen Schaden, bei dem sich die Wiederherstellung des Wirtschaftsgutes (z.B. eines Kfz) nicht mehr lohnt. Man unterscheidet hier zwischen dem technischen und wirtschaftlichen Totalschaden. Beim technischen ist die Wiederherstellung des vorigen Zustandes wegen der Beschädigungen

Sturm

storm (engl.) Im Versicherungsrecht ist dies eine wetterbedingte Luftbewegung von mindestens Windstärke 8 Beaufort (Windgeschwindigkeit mindestens 63 km/Stunde). Den Nachweis über die Sturmstärke hat der Versicherungsnehmer zu erbringen. Meteorologisch setzt ein Sturm die Windstärke 9 voraus. << Zurück zur Startseite

Mietausfall

loss of rent (engl.) Sofern vermietete Räumlichkeiten aufgrund von Schäden am versicherten Gebäude nur noch begrenzt oder gänzlich unvermietbar werden, so werden dem Versicherungsnehmer die entgangenen Mieten erstattet. Anders als im gewerblichen Bereich ist der Mietausfallschaden in der privaten Wohngebäudeversicherung

Hausratversicherung

household contents insurance (engl.) Schäden, die infolge von Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser und Sturm entstehen, sind im Rahmen dieser Versicherung abgedeckt. Neben Zerstörung, Beschädigung und Abhandenkommen der versicherten Sachen werden auch verschiedene Kosten wie zum Beispiel Aufräumkosten, Schlossänderungskosten oder Bewachungskosten versichert.

Hausrat

personal belongings (engl.) Vereinfacht lässt sich sagen, das alle beweglichen Sachen, die beim Einzug in die Wohnung gebracht wurden, hierdurch definiert wird. Beispielsweise: Einrichtungsgegenstände (Möbel, Bilder, Pflanzen), Gebrauchsgegenstände (Geschirr, Töpfe, Wäsche), Verbrauchsgegenstände (Nahrungsmittel, Putzmittel, Hygieneartikel) und so weiter. << Zurück