Zitronenmarkt

lemon market (engl.) Von Akerlof 1970 geprägter Begriff für eine Form des Marktversagens durch Informationsasymmetrie. Eine hoher Informationsvorsprung von Verkäufern gegenüber Käufern kann dazu führen, dass die Käufer nicht mehr zwischen guten und schlechten Produkten (Lemons) unterscheiden können und daher

Versicherungsbetrug

insurance fraud (engl.) Hierunter werden Vermögensdelikte eines Versicherungsnehmers gegen ein Versicherungsunternehmen zusammengefasst. Der Versicherungsnehmer verfolgt eine Bereicherungsabsicht. Dem Versicherer wird ein Vermögensschaden infolge Täuschung oder Irrtum zugefügt. Die häufigsten Formen sind Fingieren oder Herbeiführen eines Schadens, Umdefinieren des Schadenherganges oder

Value at Risk

value at risk (engl.) Ein Risikomaß, das angibt, welchen Wert der maximal erwartete Verlust einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) mit einer vom Entscheidungsträger festgelegten Sicherheitswahrscheinlichkeit innerhalb einer bestimmten Periode nicht überschreitet. << Zurück zur Startseite

Umweltrisiko

environmental risk (engl.) Gefahr, die für das Unternehmen durch externe Umweltereignisse entsteht, oder Gefahr für das Ökosystem, die intern durch das Unternehmen entsteht und die für das Unternehmen zu Schäden z.B. in Form von Haftungsansprüchen, Ausgleichszahlungen oder Imageschäden führt. <<

Solvency II

solvency II (engl.) Geplante aufsichtsrechtliche Vorschriften für Versicherungsunternehmen auf EU-Ebene, als Modifikation der bestehenden Regelungen aus Solvency I. Diese können in einem 3-Säulen-Modell dargestellt werden. Die erste Säule bestimmt die Kapitalanforderungen, die zweite Governance-Vorschriften und die dritte die Veröffentlichungsvorschriften. Die

Solvency I

solvency I (engl.) Bestehende aufsichtsrechtliche Vorschriften zur Solvabilität von Versicherungsunternehmen. Basis ist ein kontinuierlicher Vergleich von Soll- und Ist-Zahlen verbunden mit entsprechenden Informationspflichten. Eine Aktualisierung und Erweiterung steht durch Solvency II an. << Zurück zur Startseite

Risikobewertung

risk assessment (engl.) Evaluation zuvor identifizierter und analysierter Risiken durch Abgleich mit zuvor zu bestimmenden Kriterien der Risiko-Akzeptanz. Dieser Vorgang ist zum Beispiel im Bereich des Qualitätsmanagement wesentlich, da hierdurch beispielsweise Produktrisiken vermieden werden können. Man betrachtet hierfür genau alle

Risikoaggregation

risk aggregation (engl.) Zusammenfassung aller Risiken. Entspricht durch kumulative oder kompensatorische Effekte zwischen einzelnen Risiken aber nicht deren einfacher Addition. Ziel ist die Bestimmung der Gesamtrisikoposition eines Unternehmens sowie der relativen Bedeutung von Einzelrisiken auf die Unternehmensentwicklung. << Zurück zur

Probable Maximum Loss (PML)

probable maximum loss (engl.) Hierbei handelt es sich um den wahrscheinlichen Höchstschaden. In der Rückversicherung bemisst der wahrscheinliche Höchstschaden den Selbstbehalt und die Rückversicherungsabgabe. Zum Beispiel wird in der Industriefeuerversicherung versucht, mit Feststellungen über bisher eingetretene Schäden, Bauart, Feuergefährlichkeit und

Planungsfehlschluss

planning fallacy (engl.) Von Daniel Kahneman und Amos Tversky geprägter Begriff zur Beschreibung von überoptimistischen Erwartungen an Projektergebnisse durch Vernachlässigung von Risiken und Vernachlässigung statistischer Erfahrungen aus ähnlichen Fällen. Typische Beispiele sind die oft drastische Unterschätzung von Realisierungszeiten und Kosten

Moral Hazard

moral hazard (engl.) Dieser Begriff beschreibt das Ausnutzen von Informationsvorteilen. In der Versicherungswirtschaft wird hierunter eine Verhaltensänderung, die mit dem Abschluss einer Versicherung einhergeht, verstanden. Hierunter fällt beispielsweise das verminderte Risikobewusstsein des Versicherungsnehmers gegenüber der versicherten Sache. << Zurück zur

Monte Carlo Simulation

Monte Carlo simulation (engl.) Stochastisches Verfahren zur Lösung von Wahrscheinlichkeitsproblemen auf Basis des Gesetzes der großen Zahl. Ergebnisse und Wahrscheinlichkeitsverteilungen werden nicht analytisch, sondern durch Generierung von zahlreichen Zufallsergebnissen approximativ ermittelt. Dies erfolgt im einfachsten Fall durch Würfeln oder andere

Liquiditätsrisiko

accumulation risk (engl.) Die Gefahr, benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können. Im Rahmen des Kapitalanlagerisikos insbesondere das Risiko, die aus den Versicherungsverträgen resultierenden Zahlungsverpflichtungen aufgrund mangelnder Fungibilität der Kapitalanlagen nicht termingerecht bedienen zu können. <<

Kumulrisiko

accumulation risk (engl.) Wenn ein und dasselbe zufällige Ereignisse gleichzeitig bei mehreren oder vielen versicherten Einheiten Schäden auslöst (bspw. Erdbeben, Hagelschlag, Überschwemmung), entsteht ein besonderes Risiko: Die Einzelrisiken sind im statistischen Sinne voneinander abhängig und führen im Vergleich zu unabhängigen

Kapitalanlagerisiko

financial investment risk (engl.) Aus den Kapitalanlagen des Versicherungsunternehmens resultierende Risiken. Diese bestehen vor allem aus dem Marktrisiko (Zinsänderungsrisiko, Preisrisiko, Währungsrisiko), Bonitätsrisiko (durch Ausfall eines Schuldners) und Liquiditätsrisiko (Risiko, die aus den Versicherungsverträgen resultierenden Zahlungsverpflichtungen aufgrund mangelnder Fungibilität der Kapitalanlagen

Branchenrisiko

sector risk (engl.) Spezifisches Risiko durch Zugehörigkeit eines Unternehmens zu einer bestimmten Branche. Bedingt z.B. durch Nachfrageänderungen, neue gesetzliche Vorschriften, steigende Rohstoffpreise oder andere spezifisch die Produkte oder Rahmenbedingungen der Branche betreffende Faktoren. << Zurück zur Startseite

Adverse Selektion

adverse selection (engl.) Hierbei handelt es sich um eine Auswirkung von Informationsasymmetrien vor Vertragsabschluss. In der Versicherungswirtschaft beschreibt dieser Begriff das durch hohe Prämien bedingte Ausscheiden von Versicherungsnehmern mit guten Risiken aus dem Markt, so dass lediglich solche Versicherungsnehmer übrig