Straßburger Übereinkommen

Strasbourg Convention (engl.) Übereinkommen zur Vereinheitlichung des Rechts der Haftungsbeschränkung in der Binnenschifffahrt. Es wurde 1988 von Belgien, Deutschland, Luxemburg, Niederlande und der Schweiz unterschrieben. In Kraft getreten ist es bisher erst in Deutschland (1999), Luxemburg, Niederlande und der Schweiz

Speditionsversicherung

forwarders liability insurance (engl.) Sonderform der Transportversicherung, die zwei Komponenten beinhaltet. 1. Haftpflichtversicherung für den Spediteur, um sowohl die gesetzliche Haftung als auch die Haftung nach den ADSp abzusichern. 2. Warenversicherung für den Wareninteressenten in Höhe der Mindeststandards nach den

Spediteur

carrier, freight forwarder (engl.) Wer sich vertraglich verpflichtet, die Versendung eines Guts zu besorgen. Führt er die Beförderung ganz oder teilweise selbst durch, ist er insoweit Frachtführer, Lagerhalter oder Verfrachter. Er haftet für Schäden an Gütern, die sich in seiner

Seewurf

jettison (engl.) Überbordwerfen beförderter Güter und Ausrüstungsgegenstände zur Rettung des Schiffes und der Ladung aus einer gemeinsamen Gefahr. Diese Aufopferungen werden im Fall einer Havarie Grosse in der Dispache berücksichtigt und von den Beteiligten anteilig getragen. << Zurück zur Startseite

Seetüchtigkeit

seaworthiness (engl.) Zustand eines Seeschiffes, in dem es die gewöhnlichen Gefahren einer Seereise bestehen kann (bei Binnenschiffen: Fahrtüchtigkeit). Hierzu gehören neben dem Zustand des Schiffskörpers und der Funktionsfähigkeit der maschinellen Einrichtungen auch die richtige Besatzung, Ausrüstung und Beladung des Schiffs.

Seekaskoversicherung

maritime hull insurance (engl.) Versicherung des Seeschiffes, seines Zubehörs und der Ausrüstung gegen Gefahren der See. Sie ist i.d.R. eine Allgefahrenversicherung mit dem Ausschluss von Schäden durch z.B Krieg, Beschlagnahme und Kernenergie. Mitversichert sind Forderungen aus Havarie Grosse sowie bestimmte

Seekargoversicherung

maritime cargo insurance (engl.) Versicherung von Gütern während des Transports auf See einschließlich der Versicherung der transportbedingten Lagerung sowie weiterer, mit den Gütern verbundener Interessen, wie Transportkosten, imaginärer Gewinn sowie Beiträge zur Havarie Grosse. Näheres unter Warenversicherung. << Zurück zur

Selbstverstümmelung

self-mutilation (engl.) Dies ist in der privaten Unfallversicherung nicht mitversichert, da sich manche aus diesem Grund absichtlich zum Beispiel Körperteile abschneiden oder abhacken. Sobald eine absichtliche Eigenschädigung nachgewiesen werden kann, wird der Unfallversicherer nicht zahlen. << Zurück zur Startseite

Strafrechtsschutzvers.

criminal legal protection insurance (engl.) Trägt die Kosten der Vertretung rechtlicher Interessen des Versicherungsnehmers, wenn dieser sich gegen den Vorwurf eines fahrlässigen Vergehens verteidigen muss, zum Beispiel wegen fahrlässiger Körperverletzung. Bei Vorsatz besteht jedoch kein Versicherungsschutz. << Zurück zur Startseite

Steuerrechtsschutzvers.

tax legal protection insurance (engl.) Trägt die Kosten zur Geltendmachung der Interessen des Versicherungsnehmers hinsichtlich Steuern und sonstiger Abgaben vor deutschen Finanz- und Verwaltungsgerichten. Beispiele sind Absetzbarkeit von Sonderausgaben, Werbungskosten, außergewöhnlichen Belastungen oder Erhebung von Zöllen. << Zurück zur Startseite

Sozialgerichts-Rechtsschutzv.

social court legal protection insurance (engl.) Trägt die Kosten, wenn der Versicherungsnehmer vor deutschen Sozialgerichten gegen Sozialversicherungsträger im Prozess steht. Zum Beispiel wegen: Rentenhöhe, strittigem Invaliditätsgrad nach Arbeits- und oder Freizeitunfällen, Kassenübernahme von Kuren oder neuen Operationstechniken. << Zurück zur

Shuttle-Mediation

shuttle mediation (engl.) Form der Mediation, in der der Mediator nicht gemeinsam mit beiden Konfliktparteien verhandelt, sondern sich abwechselnd mit diesen austauscht. Diese Form der Mediation wird besonders bei untereinander sehr zerstrittenen Konfliktparteien eingesetzt. In der Rechtsschutzversicherung auch als kostengünstige

Schadenersatz-Rechtsschutzv.

indemnification legal protection insurance (engl.) Versichert die Kosten der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen, zum Beispiel in Form von Schmerzensgeld, Kompensation von Verdienstausfall oder Reparaturkosten eines beschädigten Kfz. Die Abwehr fremder Schadenersatzansprüche ist hingegen Gegenstand der Haftpflichtversicherung. << Zurück zur Startseite

SWOT-Analyse

SWOT analysis (engl.) Ein Instrument der strategischen Planung, das Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eines Unternehmens in Form einer Matrix erfasst und so der Positionsbestimmung und Strategieentwicklung dient. << Zurück zur Startseite

Strukturvertrieb

structured sales organisation (engl.) Pyramidenartig aufgebautes, stark hierarchisch strukturiertes Vertriebssystems. An der Spitze der Struktur steht ein sogenannter Strukturkopf. Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht neben der Kundengewinnung vielfach die Gewinnung weiterer Mitarbeiter, da diese im Pyramidensystem direkt zum Einkommen der

Stornoreserve

cancellation reserve (engl.) Dient der Sicherung der Rückforderungsmöglichkeit von noch nicht verdienten Abschlussprovisionen (z.B. wenn der Vertrag durch den Kunden frühzeitig beendet wird) eines Vertreters und wird erst nach Ablauf der Stornohaftungsfrist vom Versicherer ausgezahlt. << Zurück zur Startseite

Sinus-Milieus

Sinus-Milieus (engl.) Im Marketing verbreitete, vom Marktforschungsinstitut Sinus entwickelte Marktsegmentierung, die die Bevölkerung anhand der beiden (markt-unspezifischen) Dimensionen Soziale Lage und Wertorientierung in unterschiedliche soziale Lebenswelten einteilt. << Zurück zur Startseite

SEO

Search Engine Optimization (engl.) Maßnahmen zur Verbesserung der Positionierung in Suchmaschinen durch Erfüllung der Relevanz-Kriterien. In Abgrenzung zu SEA und je nach Definition als Teil des SEM. << Zurück zur Startseite

SEM

Search Engine Marketing (engl.) Summe der Maßnahmen zur Gewinnung von Besuchern im Internet über Suchmaschinen, also SEO und SEM. Wird vielfach aber auch in Abgrenzung zu SEO nur als bezahlte Werbung in Suchmaschinen verstanden, siehe SEA. << Zurück zur Startseite

Solvency II

solvency II (engl.) Geplante aufsichtsrechtliche Vorschriften für Versicherungsunternehmen auf EU-Ebene, als Modifikation der bestehenden Regelungen aus Solvency I. Diese können in einem 3-Säulen-Modell dargestellt werden. Die erste Säule bestimmt die Kapitalanforderungen, die zweite Governance-Vorschriften und die dritte die Veröffentlichungsvorschriften. Die

Solvency I

solvency I (engl.) Bestehende aufsichtsrechtliche Vorschriften zur Solvabilität von Versicherungsunternehmen. Basis ist ein kontinuierlicher Vergleich von Soll- und Ist-Zahlen verbunden mit entsprechenden Informationspflichten. Eine Aktualisierung und Erweiterung steht durch Solvency II an. << Zurück zur Startseite

Sturm

storm (engl.) Im Versicherungsrecht ist dies eine wetterbedingte Luftbewegung von mindestens Windstärke 8 Beaufort (Windgeschwindigkeit mindestens 63 km/Stunde). Den Nachweis über die Sturmstärke hat der Versicherungsnehmer zu erbringen. Meteorologisch setzt ein Sturm die Windstärke 9 voraus. << Zurück zur Startseite