Verschollenheit

disappearance (engl.) Liegt vor, wenn ein Schiff oder Güter ihren nächsten Bestimmungshafen nicht innerhalb der Verschollenheitsfrist erreichen. Die Verschollenheitsfrist beträgt bei Motorschiffen zwei Monate (im Kriegsfall sechs) und bei Gütern 30 (europäische Binnenreisen) bzw. 60 Tage (alle anderen Reisen). Die

Vermögensschäden

financial loss, pecuniary loss (engl.) Vermögensnachteile, die nicht unmittelbar auf einen Personen- oder Sachschaden zurückzuführen sind. Zu unterscheiden sind echte und unechte Vermögensschäden. Unechte Vermögensschäden werden auch als Vermögensfolgeschäden bezeichnet, da sie Folge eines Personen- oder Sachschadens sind. Im Rahmen

Verkehrshaftungsversicherung

carrier’s liability insurance (engl.) Sammelbezeichnung für alle Haftpflichtversicherungen, die einen Verkehrsträger gegen Ansprüche aus Verkehrsverträgen versichern. Haftungen aus Transporten unterliegen als Großrisiken (§ 210 VVG) nicht den Einschränkungen des VVG, wohl aber die Haftungen aus Lagerhaltung und Speditionstätigkeit, sofern die

Verfrachter

carrier (engl.) Wer gewerblich gegen Entgelt Frachtgut auf dem Seeweg befördert. Er ist meist Reeder oder Spediteur. Die Haftung beruht auf internationalen Abkommen (Haager Regeln von 1924 und Visby-Regeln von 1968), die auch ins HGB eingeflossen sind. << Zurück zur

Veranstaltungsausfallversich.

cancellation-of-events insurance (engl.) Versicherung zur Deckung der vergeblich entstandenen oder zusätzlich angefallenen Kosten aufgrund des Ausfalls, Abbruchs oder der Veränderung einer angesetzten Veranstaltung. „Form B“ versichert den Nichtauftritt namentlich benannter Mitwirkender und „Form A“ alle übrigen Ursachen außerhalb des Einflussbereichs

Valorenversicherung

transport insurance of valuables (engl.) Versicherung von wertvollen Gegenständen, wie Schmuck, Bargeld und Wertpapieren, während des Transports und der transportbedingten Lagerung. Bei von Transportunternehmen durchgeführten Transporten und im Gewahrsam amtlicher Stellen (z.B. Zoll) gilt die Allgefahrenversicherung. Bei vom Versicherungsnehmer oder

Vorvertragliche Anzeigepflicht

pre-contractual duty of disclosure (engl.) Vor dem Abschluss der privaten Unfallversicherung ist der Versicherungsnehmer verpflichtet, alle vorhandenen Vorerkrankungen und gegebenenfalls gefährlichen Tätigkeiten und Sportarten, die er ausübt, anzugeben. Nichteinhalten der vorvertraglichen Anzeigepflicht kann zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. << Zurück

Vorinvalidität

prior disability (engl.) Wenn nach einem Unfall eine Invalidität anritt, wird erst geprüft, ob eventuell auch vor dem Unfall eine Invalidität vorlag. Sollte dies der Fall sein, wird die Unfallinvalidität um die Vorinvalidität gekürzt. << Zurück zur Startseite

Vorerkrankung

pre-existing conditions (engl.) Beim Abschluss einer privaten Unfallversicherung wird nach den Vorerkrankungen gefragt. Dies führt erst dann zu einer Ablehnung, wenn dadurch die Gefahr eines Unfalls erhöht wird. Beispiel: Geisteskrankheit und Pflegebedürftigkeit. << Zurück zur Startseite

Verkehrsrechtsschutzvers.

motorist’s legal protection insurance (engl.) Trägt die Kosten der Vertretung rechtlicher Interessen des Versicherungsnehmers als Eigentümer, Halter oder Insasse auf ihn zugelassener Kraftfahrzeuge. Versicherungsschutz besteht auch als Fahrer oder Insasse fremder oder gemieteter Kraftfahrzeuge. Eine Beschränkung auf gleichartige Fahrzeuge kann

Virales Marketing

viral marketing (engl.) Instrument im Rahmen der Kommunikationspolitik, das auf die selbständige Verbreitung einer Botschaft innerhalb der Zielgruppe durch soziale Netzwerke und Medien abzielt. Dazu werden meist lustige, überraschende oder anderweitig aktivierende Werbebotschaften entwickelt. Im Idealfall schafft Viral Marketing hohe

Vertretervertrag

agency agreement (engl.) Vertrag zwischen dem Versicherungsunternehmen und einem selbstständigen Versicherungsvertreter. Der Vertreter verpflichtet sich dazu, aktiv die Produkte des Versicherers zu vermitteln sowie in der Regel auch, einen bestehenden Kundenbestand zu pflegen. Als Gegenleistung erhält er vom Versicherer Abschlussprovisionen

Vermittlerregister

intermediary register (engl.) Vermittler von Versicherungen und von Finanzanlagen unterliegen einer Erlaubnis- und einer Registrierungspflicht. Durch eine online einsehbare Liste können sich Kunden, Versicherungsunternehmen und Behörden informieren, ob ein Vermittler zugelassen ist, und ob dieser als Makler oder Vertreter tätig

Vergleichsportal

comparision portal (engl.) Bietet die Möglichkeit, Produkte oder Dienstleistungen (Strom, Gas, Telefon, Versicherung, Reisen …) verschiedener Anbieter online zu vergleichen und in der Regel auch direkt zu kaufen. Ist dabei in der Regel selbst Vermittler und erhält Provisionen von den

Ventillösung

valve solution (engl.) Erlaubnis des Versicherers gegenüber seinen Ausschließlichkeitsvertretern, Produkte anderer Versicherer anzubieten, wenn der Versicherer selbst diese Produkte nicht anbietet. Damit soll insbesondere die Kundenbeziehung des Vertreters gegenüber konkurrierenden Vermittlern geschützt werden. << Zurück zur Startseite

Versicherungsbetrug

insurance fraud (engl.) Hierunter werden Vermögensdelikte eines Versicherungsnehmers gegen ein Versicherungsunternehmen zusammengefasst. Der Versicherungsnehmer verfolgt eine Bereicherungsabsicht. Dem Versicherer wird ein Vermögensschaden infolge Täuschung oder Irrtum zugefügt. Die häufigsten Formen sind Fingieren oder Herbeiführen eines Schadens, Umdefinieren des Schadenherganges oder

Value at Risk

value at risk (engl.) Ein Risikomaß, das angibt, welchen Wert der maximal erwartete Verlust einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) mit einer vom Entscheidungsträger festgelegten Sicherheitswahrscheinlichkeit innerhalb einer bestimmten Periode nicht überschreitet. << Zurück zur Startseite

VVaG

mutual insurance company (engl.) Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Rechtlich zulässige Rechtsform für ein Versicherungsunternehmen, bei dem die Versicherungsnehmer Mitglieder und somit Träger des Vereins sind. Es handelt sich um eine besondere Rechtsform nur für Versicherungsgesellschaften gemäß § 15 VAG. Es ist

Vermögensschaden

financial loss, pecuniary loss, property loss (engl.) Vermögensnachteile, die nicht unmittelbar auf einen Personen- oder Sachschaden zurückzuführen sind. Zu unterscheiden sind echte und unechte Vermögensschäden. Unechte Vermögensschäden werden auch als Vermögensfolgeschäden bezeichnet, da sie Folge eines Personen- oder Sachschadens sind.

Versicherte Kosten

insured costs (engl.) Schadenbedingte Kosten, welche im Rahmen des Versicherungsschutzes enthalten sind. Beispielsweise Aufräumkosten, Bewegungs- und Schutzkosten, Hotelkosten, Transport- und Lagerungskosten, Schlossänderungskosten, Bewachungskosten, Reparaturkosten für provisorische Maßnahmen, Schadenabwendungs- und Schadenminderungskosten. Anders als bei Sachschäden sind Kostenschäden auf Grundlage der AVB

Versicherungstechnische Ergebnisquote

underwriting result ratio (engl.) Eine Kennzahl für Versicherungsbilanzen. Sie gibt an wie viel Prozent von den Jahresbeitragseinnahmen übrig bleibt, wenn alle Aufwendungen für Schäden sowie Kosten abgezogen werden. Als mathematische Formel bedeutet dies (versicherungstechnische Ergebnisquote – Schadenaufwand – Kosten)/(versicherungstechnische Ergebnisquote).

VVB

VVB (engl.) Vereinigung der Versicherungs-Betriebswirte. Absolventenvereinigung des Instituts für Versicherungswesen der Fachhochschule Köln und der Deutschen Versicherungsakademie (DVA). Mit insgesamt circa 2.000 Mitgliedern, zahlreichen Fachkreisen und regionalen Treffpunkten die wohl größte Alumniorganisation in der Versicherungsbranche. Herausgeber der Zeitschrift „Versicherungs-Betriebswirt“. <<

Versicherungssumme

insurance sum (engl.) Bei Eintritt des Versicherungsfalls wird der im Versicherungsvertrag vereinbarte Betrag an den Bezugsberechtigten gezahlt (z.B. in der Lebensversicherung). Je nach Versicherungssparte ist damit aber auch die maximale Deckungssumme gemeint, die im Schadenfall durch den Versicherer gezahlt wird

Versicherungsmakler

insurance broker (engl.) Selbständiger Vollkaufmann, der die Vermittlung von Versicherungen als Sachverwalter für den Versicherungsnehmer übernimmt: Wer gewerbsmäßig für den Auftraggeber die Vermittlung oder den Abschluss von Versicherungsverträgen übernimmt, ohne von einem Versicherer oder von einem Versicherungsvertreter damit betraut zu

Versicherungskaufmann/-frau

businessperson for insurance (engl.) Kaufmännischer Ausbildungsberuf im Versicherungsbereich. Nach 3 Jahren kann der Abschluss erworben werden. Kaufleute mit dieser Ausbildung beraten private und gewerbliche Kunden hinsichtlich Versicherungs- und Finanzprodukten. Der ausbildungsberuf wurde abgelöst durch die Bezeichnung Kauffrau/-mann für Versicherungen und

Versicherungsfachmann/-frau

insurance expert (engl.) Durch das Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) angebotene Mindestqualifikation für den hauptberuflichen Versicherungs-Außendienst. Mithilfe von Vorbereitungslehrgängen kann ein Abschluss erworben werden, der im Sinne des VVG als Sachkundenachweis anerkannt ist. Die Prüfungen werden durch die Industrie- und

Versicherungsberater

insurance consultant, insurance advisor (engl.) Wer gewerbsmäßig Dritte bei der Vereinbarung, Änderung oder Prüfung von Versicherungsverträgen oder bei der Wahrnehmung von Ansprüchen aus Versicherungsverträgen im Versicherungsfall berät oder gegenüber dem Versicherer außergerichtlich vertritt, ohne von einem Versicherer einen wirtschaftlichen Vorteil

Versicherungsbeginn

inception date, attachment date (engl.) Zeitpunkt, ab dem ein Versicherungsschutz gilt. Üblicherweise beginnt der Versicherungsschutz nach Annahme des Versicherungsantrages durch den Versicherer und der Zahlung des ersten Beitrages, frühestens aber mit dem im Vertrag festgelegten Zeitpunkt. Eine mögliche Wartezeit innerhalb